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FORENSISCHE ANALYSE

Der Verstoß bei Paidwork legt finanzielle und persönliche Daten von 23 Millionen Konten offen

Ein Eindringen in die Produktionssysteme der Gig-Economy-Plattform Paidwork im März 2026 führte zur Offenlegung von Daten von 23,2 Millionen Nutzern. Gestohlene Datenbankeinträge mit einer Größe von fast 11 GB wurden im April 2026 zum Verkauf angeboten, bevor sie im Juli 2026 öffentlich veröffentlicht wurden. Offengelegte Felder umfassen vollständige Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Wohnadressen, Geburtsdaten, Bankkontonummern, Auszahlungsverläufe der Arbeiter und Passwörter, die als bcrypt-Hashes gespeichert sind.

Quellen7Publikationen7Belegte Aussagen12Quellen ansehen

Was ist passiert

Im März 2026 kam es zu einem unbefugten Eindringen in die Backend-Systeme der Mikrojobs-Plattform Paidwork. Ein Bedrohungsakteur, der unter dem Alias „hackformetome“ agierte, erlangte ein 11-GB-Datenbank-Dump, das angeblich direkt aus der Produktionsinfrastruktur von Paidwork entnommen wurde.

Im April 2026 warb der Täter in einem Cybercrime-Forum für den Verkauf des gestohlenen Datensatzes und behauptete, er enthalte Informationen von ungefähr 22 Millionen Nutzern. Im Juli 2026 wurde die nahezu vollständige 11-GB-Datenbank öffentlich online gestellt.

Wie es ans Licht kam

Der Sicherheitsvorfall wurde öffentlich, nachdem Bedrohungsakteure die gestohlene Datenbank online gestellt hatten. Am 19. Juli 2026 katalogisierte der Datenschutzverletzungs-Benachrichtigungsdienst Have I Been Pwned die Kompromittierung formell, nachdem er den geleakten Datensatz analysiert hatte.

Die Analyse der geleakten Dateien bestätigte 23.272.765 eindeutige E-Mail-Adressen, die an dem Verstoß beteiligt waren. Vor dem öffentlichen Leak und der anschließenden Datenbankindizierung hatte Paidwork den Verstoß weder öffentlich bekannt gegeben noch anerkannt.

Was wurde aufgedeckt

Die Sicherheitsverletzung legte Betriebsplattformdaten zusammen mit persönlichen und finanziellen Daten von über 23 Millionen Konten offen. Betroffene spezifische Felder umfassten vollständige Namen der Benutzer, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, physische Heimadressen, Geburtsdaten, Geschlechter, Bildungsgrade, persönliche Interessen, Profilfotos, Geräteinformationen und IP-Adressen.

Zu den offengelegten Finanz- und Betriebsdaten gehörten Bankkontonummern, Aufzeichnungen über Finanztransaktionen und Auszahlungsverläufe der Arbeitnehmer. Benutzerpasswörter waren in der Datenbank enthalten, wurden jedoch als bcrypt-Hashes und nicht im Klartext gespeichert.

Grundursache

Der spezifische Eindringvektor oder die Systemanfälligkeit, die ausgenutzt wurde, um sich unbefugten Zugang zur Produktionsdatenbank von Paidwork zu verschaffen, wurde nicht offengelegt.

Was tun, wenn Sie betroffen sind?

Betroffene Benutzer sollten sofort ihr Paidwork-Konto-Passwort ändern und alle anderen Dienste aktualisieren, bei denen dasselbe Passwort wiederverwendet wurde.

Angesichts der Offenlegung von Bankkontonummern und Auszahlungsunterlagen für Arbeitnehmer sollten betroffene Personen ihre Kontoauszüge und Finanzkonten genau auf unautorisierte Transaktionen oder verdächtige Aktivitäten überwachen.

Benutzer sollten auch wachsam gegenüber gezieltem Phishing, SMS-Betrug und sozialen Ingenieursversuchen am Telefon bleiben, die offengelegte persönliche Daten, physische Adressen oder Auszahlungshistorien nutzen. Das Aktivieren der Multi-Faktor-Authentifizierung für sensible Konten wird dringend empfohlen.

Weitere belegte Feststellungen

Diese Aussagen haben eigene Quellenangaben, ließen sich aber keinem Absatz oben zuordnen.

  • Ein Bedrohungsakteur, der unter dem Alias „hackformetome“ operiert, hat angeblich ein 11-GB-Datenbank-Dump erhalten, das direkt aus der Produktionsinfrastruktur von Paidwork genommen wurde[1][5]
  • Im April 2026 bot der Täter den gestohlenen Datensatz auf einem Cyberkriminalitätsforum zum Verkauf an und behauptete, er enthalte Informationen von etwa 22 Millionen Nutzern.[2][5]
  • Im Juli 2026 wurde nahezu die gesamte 11 GB große Datenbank online veröffentlicht.[5][6]
  • Am 19. Juli 2026 katalogisierte der Datenleck-Benachrichtigungsdienst Have I Been Pwned den Datenverstoß offiziell, nachdem er die durchgesickerten Daten analysiert hatte.[3][4]
  • Die Analyse der durchgesickerten Dateien bestätigte 23.272.765 eindeutige E-Mail-Adressen, die von dem Datenleck betroffen waren.[3][5]
  • Vor der Veröffentlichung des Datenlecks und der anschließenden Datenbankindizierung hatte Paidwork den Datenverstoß weder öffentlich bekannt gegeben noch eingeräumt.[3][5]
  • Zu den konkret kompromittierten Daten gehörten vollständige Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Wohnadressen, Geburtsdaten, Geschlechter, Bildungsabschlüsse, persönliche Interessen, Profilfotos, Geräteinformationen und IP-Adressen der Nutzer.[1][3][5]
  • Zu den offengelegten Finanz- und Betriebsdaten gehörten Bankkontonummern, Finanztransaktionsaufzeichnungen und Auszahlungshistorien von Arbeitnehmern.[3][5][6]
  • Benutzerpasswörter waren zwar in der Datenbank enthalten, wurden aber als bcrypt-Hashes und nicht im Klartext gespeichert.[3][5]
  • Angesichts der Offenlegung von Bankkontonummern und Lohnabrechnungen sollten Betroffene ihre Kontoauszüge und Finanzkonten sorgfältig auf unautorisierte Transaktionen oder verdächtige Aktivitäten überprüfen.[1][7]
  • Nutzer sollten zudem wachsam gegenüber gezieltem Phishing, SMS-Betrug und telefonischen Social-Engineering-Angriffen sein, bei denen offengelegte persönliche Daten, Adressen oder Auszahlungshistorien ausgenutzt werden.[1]
  • Die Aktivierung der Multi-Faktor-Authentifizierung für sensible Konten wird dringend empfohlen.[3]

Quellen

Jede nummerierte Markierung oben verweist auf eine dieser Quellen. Die Links öffnen sich in einem neuen Tab und sind Belege, keine Empfehlungen.

  1. malwarebytes.com
  2. securityweek.com
  3. helpnetsecurity.com
  4. gblock.app
  5. mallory.ai
  6. cybersecuritynews.com
  7. cyberpress.org

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